Tennisellenbogen
Ganzheitlich Behandlung bei Tennis- Golferarm in der Praxis für Naturmedizin und Patho-Neuro-Physiologie in Hammelburg
Der Tennisellenbogen (laterale Epicondylopathie) und der Golferellenbogen (mediale Epicondylopathie) gehören zu den häufigsten Ursachen für Schmerzen im Bereich des Ellbogens. Während früher vor allem eine Entzündung der Sehnenansätze als Auslöser angenommen wurde, geht man heute überwiegend von einer Überlastung mit nachfolgenden degenerativen Veränderungen des Sehnengewebes aus. Aus pathoneurophysiologischer Sicht betrachten wir diese Beschwerden jedoch nicht ausschließlich am Ellbogengelenk. Vielmehr berücksichtigen wir den gesamten Bewegungsapparat, da Fehlhaltungen, muskuläre Dysbalancen oder funktionelle Störungen anderer Körperregionen die Belastung des Ellbogens beeinflussen können. Ziel der Diagnostik ist es, mögliche Zusammenhänge zu erkennen und die Behandlung individuell auf die zugrunde liegenden Ursachen abzustimmen.

Symptome bei Tennis- und Golferellenbogen
Ein Tennisellenbogen oder Golferellenbogen entwickelt sich häufig schleichend. Zu Beginn treten die Beschwerden meist nur bei Belastung auf, im weiteren Verlauf können sie jedoch auch im Alltag oder in Ruhe spürbar sein.
Zu den häufigsten Symptomen gehören:
- Schmerzen an der Außen- (Tennisellenbogen) oder Innenseite (Golferellenbogen) des Ellbogens
- Druckschmerz im Bereich der Sehnenansätze am Oberarmknochen
- Schmerzen beim Greifen, Heben, Tragen oder Drehen des Unterarms
- Verminderte Griffkraft und schnelle Ermüdung der Hand- und Unterarmmuskulatur
- Schwierigkeiten bei alltäglichen Tätigkeiten, beispielsweise beim Öffnen von Flaschen, Tragen von Einkaufstaschen oder Arbeiten am Computer
- Ausstrahlende Schmerzen in Unterarm, Handgelenk oder Oberarm
- Eingeschränkte Beweglichkeit sowie Unsicherheit bei kraftvollen Armbewegungen
Ursachen und Entstehung
Nach heutigem medizinischem Kenntnisstand handelt es sich bei einem Tennis- oder Golferellenbogen in den meisten Fällen nicht um eine akute Entzündung. Vielmehr entstehen die Beschwerden häufig durch wiederholte Überlastungen, die zu strukturellen Veränderungen an den Sehnenansätzen führen können.
Mögliche Ursachen sind unter anderem:
- Wiederkehrende, einseitige Belastungen im Beruf, beim Sport oder im Alltag
- Längere Arbeiten am Computer oder monotone Handbewegungen
- Fehlhaltungen und ungünstige Bewegungsmuster
- Muskuläre Dysbalancen im Bereich von Schulter, Nacken und Unterarm
- Verminderte Belastbarkeit der Sehnen und Muskulatur
- Funktionelle Störungen der Körperstatik und der biomechanischen Bewegungsabläufe
Ganzheitliche Betrachtung
Aus pathoneurophysiologischer Sicht entstehen Beschwerden am Ellbogen häufig nicht ausschließlich durch eine lokale Überlastung. Veränderungen der Körperhaltung, Funktionsstörungen der Halswirbelsäule oder Schulter sowie Störungen der neuromuskulären Koordination können die Belastung des Ellbogens beeinflussen und zur Entstehung oder Aufrechterhaltung der Beschwerden beitragen. Deshalb umfasst die Diagnostik in unserer Praxis stets den gesamten Bewegungsapparat, um mögliche Zusammenhänge zu erkennen und die Behandlung individuell auf den Patienten abzustimmen.
Ursachen aus Patho-Neuro-Physiologischer Sicht

- Wiederkehrende Haltungs- und Bewegungsmuster, die langfristig zu einer ungünstigen Belastung des Ellbogens führen können.
- Funktionsstörungen der Muskulatur im Schultergürtel, wodurch sich die Kraftübertragung auf Arm und Unterarm verändert.
- Gelenkfunktionsstörungen oder Verletzungen in anderen Körperregionen, die zu Ausweichbewegungen und kompensatorischen Belastungen führen können.
- Narbengewebe, das nach pathoneurophysiologischer Auffassung die neuromuskuläre Regulation beeinflussen und funktionelle Störungen begünstigen kann.
- Chronische Überlastung durch einseitige berufliche oder sportliche Belastungen.
- Schutz- und Kompensationsmechanismen des Nervensystems, die nach Verletzungen oder länger bestehenden Beschwerden zu veränderten Bewegungsabläufen führen können.
Ziele der Behandlung
Die Behandlung verfolgt das Ziel, die Funktion des gesamten Bewegungsapparates zu verbessern und mögliche Ursachen der Beschwerden zu berücksichtigen. Je nach individuellem Befund können dabei folgende Schwerpunkte im Vordergrund stehen:
- Reduzierung der Belastung auf die betroffenen Sehnen- und Muskelansätze
- Normalisierung der Muskelspannung im Bereich von Unterarm, Oberarm, Schulter und Nacken
- Verbesserung der Beweglichkeit von Ellbogen, Schultergelenk sowie der Hals- und Brustwirbelsäule
- Ausgleich funktioneller Störungen und muskulärer Dysbalancen im Bewegungsapparat
- Optimierung der neuromuskulären Koordination und der Bewegungsabläufe
- Unterstützung der Regulation des vegetativen Nervensystems, um die körperliche Entspannung und Regeneration zu fördern
Die Bedeutung der Körperstatik
Aus pathoneurophysiologischer Sicht ist ein Tennis- oder Golferellenbogen häufig nicht nur ein lokales Problem des Ellbogens. Veränderungen der Körperhaltung, funktionelle Störungen der Wirbelsäule oder Einschränkungen der Beweglichkeit anderer Gelenke können die Belastungsverteilung im gesamten Bewegungsapparat beeinflussen. Dadurch können sich ungünstige Bewegungs- und Belastungsmuster entwickeln, die den Ellbogen dauerhaft beanspruchen. Deshalb betrachten wir in unserer Praxis nicht ausschließlich den schmerzenden Ellbogen, sondern den Menschen als funktionelle Einheit. Eine sorgfältige Analyse der Körperstatik, der Bewegungsabläufe und der neuromuskulären Steuerung hilft dabei, mögliche Zusammenhänge zu erkennen und die Behandlung individuell auf die zugrunde liegenden Ursachen abzustimmen.