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Ganzheitliche Behandlung der HWS in der Praxis Günter Kränzlein

Die Halswirbelsäule (HWS) – Das hochsensible Zentrum unseres Körpers

Die Halswirbelsäule (HWS) ist weit mehr als nur eine Verbindung zwischen Kopf und Rumpf. Sie schützt das Rückenmark, trägt das Gewicht des Kopfes und ermöglicht gleichzeitig eine außergewöhnliche Beweglichkeit.. Neben klassischen Nacken- und Schulterschmerzen berichten Betroffene häufig über Kopfschmerzen, Schwindel, Bewegungseinschränkungen oder ausstrahlende Schmerzen in Arme und Hände. Auch Kribbeln, Taubheitsgefühle oder eine verminderte Kraft können auftreten, wenn Nerven gereizt oder eingeengt werden.Darüber hinaus können Verspannungen der Muskulatur und Störungen im Bereich der oberen Halswirbelsäule Auswirkungen auf Gleichgewicht, Konzentration und das allgemeine Wohlbefinden haben. Manche Menschen klagen zusätzlich über Sehstörungen, Ohrgeräusche (Tinnitus), Müdigkeit oder ein Gefühl der Benommenheit.


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Mögliche Beschwerden bei einem Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule (HWS)

Ein Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule entsteht, wenn Bandscheibengewebe auf eine Nervenwurzel oder – seltener – auf das Rückenmark drückt. Welche Beschwerden auftreten, hängt davon ab, welche Struktur betroffen ist und wie stark der Druck ist.

Typische Beschwerden sind:

  • Nacken- und Schulterschmerzen
  • Ausstrahlende Schmerzen in Arm, Unterarm oder Hand
  • Kribbeln oder Taubheitsgefühle in Arm und Fingern
  • Muskelschwäche, z. B. beim Greifen oder Heben des Arms
  • Eingeschränkte Beweglichkeit der Halswirbelsäule
  • Verspannungen der Nacken- und Schultermuskulatur
  • Schmerzen, die sich bei bestimmten Kopfbewegungen verstärken

In einigen Fällen können zusätzlich auftreten:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel oder Unsicherheitsgefühl
  • Feinmotorische Störungen der Hände
  • Verminderte Reflexe

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Behandlung der Patho-Neuro-Physiologie

Jeder Behandlung geht eine ausführliche Befunderhebung voraus. Hierzu gehören die klinische Untersuchung sowie – falls vorhanden – MRT- oder Röntgenaufnahmen, um strukturelle Veränderungen beurteilen zu können.

Liegt ein funktionelles Problem der Muskulatur vor, muss zunächst zwischen einer gestörten sensorischen Informationsverarbeitung (Afferenz) und den daraus resultierenden Schutzmechanismen des Gehirns unterschieden werden. Das Nervensystem reagiert auf Schmerz oder Unsicherheit häufig mit einer erhöhten Muskelspannung oder einer veränderten Bewegungssteuerung, um den betroffenen Bereich zu schützen.

Strukturelle Beschwerden, beispielsweise an Gelenken, Bandscheiben oder Weichteilen, können durch gezielte manuelle Therapie sowie spezifische Weichteiltechniken behandelt werden. Ein wesentlicher Bestandteil der Therapie ist außerdem die Korrektur von Haltung und Bewegungsmustern. Ziel ist es, physiologische Bewegungsabläufe wiederherzustellen und diese durch gezieltes Training dauerhaft zu automatisieren.