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Ganzheitliche Behandlung in Praxis Günter Kränzlein in Hammelburg

Knieschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden des Bewegungsapparates. Sie können plötzlich nach einer Verletzung auftreten oder sich über einen längeren Zeitraum infolge von Überlastungen, Fehlhaltungen oder funktionellen Störungen entwickeln. Nicht jede Kniebeschwerde macht jedoch einen operativen Eingriff erforderlich. In unserer Praxis betrachten wir das Knie als Teil eines komplexen Bewegungs- und Haltungssystems. Deshalb steht nicht nur das schmerzende Gelenk im Mittelpunkt, sondern auch die Suche nach möglichen funktionellen Zusammenhängen und individuellen Ursachen der Beschwerden.

Häufige SymptomeHäufige Syptome bei Knieschmerzen

Knieschmerzen können sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen und sind häufig von der jeweiligen Ursache abhängig. Die Beschwerden können plötzlich nach einer Verletzung auftreten oder sich schleichend über einen längeren Zeitraum entwickeln. Je nach betroffenem Gewebe oder Gelenkabschnitt unterscheiden sich Art und Intensität der Symptome.

Zu den häufigsten Beschwerden gehören:

  • Schmerzen an der Vorder-, Innen-, Außen- oder Rückseite des Knies
  • Belastungsschmerzen beim Gehen, Treppensteigen oder Sport
  • Anlaufschmerzen nach längerem Sitzen oder Ruhephasen
  • Bewegungseinschränkungen beim Beugen oder Strecken des Knies
  • Schwellungen oder Gelenkergüsse
  • Druckschmerz im Bereich des Kniegelenks
  • Instabilitätsgefühl oder das Gefühl, dass das Knie „nachgibt“
  • Knacken, Reiben oder Blockierungsgefühle bei Bewegungen
  • Steifigkeit, insbesondere am Morgen oder nach längeren Ruhephasen
  • Verminderte Belastbarkeit und eingeschränkte Leistungsfähigkeit
  • Schonhinken oder ein verändertes Gangbild
  • Ausstrahlende Schmerzen in Oberschenkel, Unterschenkel oder Hüfte

Je nach Ursache können die Beschwerden unterschiedlich ausgeprägt sein. Muskuläre oder funktionelle Störungen verursachen häufig belastungsabhängige Schmerzen und Verspannungen, während degenerative Veränderungen, beispielsweise eine Kniearthrose, oft mit einer zunehmenden Bewegungseinschränkung und Anlaufschmerzen einhergehen. Nach Verletzungen wie Meniskus- oder Kreuzbandläsionen treten dagegen häufig Schwellungen, Instabilität und akute Schmerzen auf.

Braucht jeder Knieschmerz eine Operation?

Nein. Nicht jeder Knieschmerz erfordert eine Operation. Viele Beschwerden lassen sich durch eine gezielte konservative Behandlung, eine Anpassung der Belastung sowie ein individuell abgestimmtes Therapiekonzept deutlich verbessern. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt von der jeweiligen Ursache , dem Schweregrad der Beschwerden und den individuellen Bedürfnissen des Patienten ab. Während bestimmte Verletzungen – beispielsweise komplexe Kreuzbandverletzungen, ausgeprägte Meniskusschäden oder fortgeschrittene Gelenkschäden – eine operative Behandlung erforderlich machen können, sprechen viele funktionelle und muskuläre Beschwerden gut auf konservative Maßnahmen an. Vor einer Entscheidung für eine Operation sollte deshalb eine sorgfältige Diagnostik erfolgen. Ziel ist es, die tatsächliche Ursache der Beschwerden zu erkennen und alle geeigneten konservativen Behandlungsmöglichkeiten zu berücksichtigen.

Aus pathoneurophysiologischer Sicht können Knieschmerzen auch durch funktionelle Störungen anderer Körperregionen entstehen. Veränderungen der Körperhaltung, muskuläre Dysbalancen oder Funktionsstörungen von Füßen, Hüfte, Becken oder Wirbelsäule können die Belastung des Kniegelenks beeinflussen und Beschwerden begünstigen. Deshalb betrachten wir in unserer Praxis den gesamten Bewegungsapparat und nicht ausschließlich das schmerzende Knie.

Unser Ziel ist es, die Ursachen Ihrer Beschwerden zu erkennen und gemeinsam mit Ihnen die individuell sinnvollste Behandlung zu finden. Nicht jede Diagnose führt zwangsläufig zu einer Operation – häufig können konservative Maßnahmen dazu beitragen, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu verbessern und die Funktion des Kniegelenks wiederherzustellen.

Ursachen von Knieschmerzen aus Patho-Neuro-Pyhsiologischer Sicht

  • Fehlhaltungen und wiederkehrende Bewegungsmuster, die zu einer ungünstigen Belastung des Kniegelenks führen können.
  • Funktionsstörungen der Füße oder Sprunggelenke, die das Gangbild und die Beinachse verändern.
  • Muskuläre Dysbalancen im Bereich der Oberschenkel-, Hüft- und Gesäßmuskulatur.
  • Funktionsstörungen des Beckens oder der Wirbelsäule, die sich auf die Statik und Bewegungsabläufe auswirken können.
  • Verletzungen oder Operationen, die zu Schonhaltungen und kompensatorischen Bewegungsmustern führen.
  • Narbengewebe, das nach pathoneurophysiologischer Auffassung die neuromuskuläre Regulation beeinflussen und funktionelle Störungen begünstigen kann.
  • Chronische Überlastung durch Beruf, Sport oder einseitige Belastungen.
  • Schutz- und Kompensationsmechanismen des Nervensystems, die nach Verletzungen oder anhaltenden Schmerzen zu einer veränderten Muskelansteuerung führen können.
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Eine ausführliche Anamnese und körperliche Untersuchung sind die Grundlagen in unserer Behandlung,

Dazu gehören die Erstellung einer Arbeitshypothese, die Durchführung einer ersten Behandlung sowie die Beurteilung der Reaktion des Nervensystems auf die therapeutischen Maßnahmen. Bei einer entsprechend positiven Reaktion wird die Behandlung fortgeführt.

Im weiteren Verlauf der Behandlung gewinnt die Eigenverantwortung des Patienten zunehmend an Bedeutung. Hierzu zählen insbesondere die aktive Mitarbeit, die regelmäßige Durchführung der erlernten Übungen zu Hause sowie die Haltungsschulung und deren konsequente Umsetzung im Alltag.